Kritik an der IE Weltsicht

Human Evolutionary Genetics on the Indo-European question: Haplogroups and Admixture analyses of Europe, Asia, the Middle East, Africa, and the Americas
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Zulu
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Kritik an der IE Weltsicht

Post by Zulu » Wed Jul 18, 2018 1:16 am

Part 1 - Germanische Genetik vs Keltische und Slawische Genetik

"Germanische Stämme während der Völkerwanderung zeigen hauptsächlich R1b-, auch I-Linien"

Die Behauptung das die Langobaren alle Germanenstämme repräsentieren durch

"Germanische Stämme während der Völkerwanderung zeigen hauptsächlich R1b-, auch I-Linien" by Carlos Quiles ist Unsinn. Ausgewertet wurden hier lediglich Langobardenfriedhöfe von Collegno und Szólád, also nur ein einziger Stamm.

Dem widerspricht z.b. die Auswertung der Genetik der Tollense-Schlacht, die ohne Beweise prompt als Baltisch-Slawisch interpretiert wird, unzwar ohne Beweise !

"The Tollense Valley battlefield: the North European ‘Trojan war’ that hints to western Balto-Slavic origins"
Es steht nirgends das die Tollense-Schlacht eine Schlacht zwischen Germanen und Slawen/Balten seien, die man hier offenbar hinein interpretieren will.

Tatsächlich können die Archäologen die siegreichen Verteidiger nur der frühen Lausitzer Kultur und die unterlegenen Angreifer einer süddeutschen/böhmischen Raum zuweisen, nicht aber Ethnien oder etwas über deren Sprache sagen.

Auf der anderen Seite ist der Bernstein so intensiv gehandelt worden, das die Germanen diese Minen auch beschützt haben. Ein deutlicher Hinweis darauf ist ja die Tollense-Schlacht, bei der durchaus Menschen aus einem Umkreis von 100 km, also auch aus Polen wie auch aus Ostdeutschland Seite an Seite kämpften. Wir wissen das die Lausitzer Kultur germanisch sprach, weil sie von den Römern als Germanen/Goten bezeichnet wurden. Wir wissen aber auch das es Gegensätze zwischen Ostgermanen, Westgermanen und Nordgermanen gab. So folgten dem Arminius in seiner Varusschlacht anfangs keine Sueben-Stämme. Sie waren verbündet mit Marbod, der immerhin soviel Macht ansammelte, das die Römer gegen ihn mehrere Legionen zusammen zogen, die dann aber kurzfristig gegen den pannonischen Aufstand geworfen wurden, während man Marbod plötzlich zum Freund Roms erklärte und sich den Frieden mit Gold erkaufte.
Es gab also mindestens 3 germanisch-sprachige Kulturen mit mehreren Stämmen, die sowohl von Prokop als auch von Tacitus mit unterschiedlichen Mythen belegt wurden.

In Collegno und Szólád wurde aber nur eine dieser Kulturen untersucht, die Langobarden.

Die genetischen Unterschiede zwischen den drei Germanischsprachigen Kulturen würde auch bewiesen werden, wenn man Friedhöfe der Vandalen, Gepiden oder Bastarnen analysieren würde, die mit Sicherheit einen sehr viel höheren R1a-Anteil haben, wobei die Vandalen durch die Präsenz von Glockenbechern in Böhmen vermutlich am meisten R1b haben dürften.
"mtDNA suggest original East Germanic population linked to Jutland Iron Age and Bell Beaker"
Und die heben sich auch von den Nördlichen Germanen in Schweden ab, die wiederum ein Gefälle zu den Norwegischen Germanen zeigen. Und auch die entsprechen nicht den Westgermanen, die sehr viel mehr Glockenbecher R1b haben als es in Norwegen der Fall ist.

Tatsächlich zieht sich quer durch Deutschland und Skandinavien eine R1b/R1a Zone, die mit der von Ost nach West abfallenden R1a in Ostnorwegen auch belegt ist. Und diese grenzt sich wiederum klar von der uralisch/osteuropäischen R1a Linie ab die durch die Westausdehnung Finnougrischer Stämme bis ins östliche Baltikum und Belarus belegt ist. Und genauso fehlt bei den Westgermanen die genetische Beimischung der Samen, während der Anteil von Donaukelten bei den Westgermanen sehr viel höher ist und nach Norwegen hin abnimmt.
Die Westslawischen Stämme sind nicht die Kinder der Ostslawischen Stämme, sondern Nachkommen der mitteleuropäischen R1a-Linien, natürlich zuzüglich von I1/I2.

Auch das das Baltikum nicht die Quelle der Schnurkeramik war, wie hier behauptet:
The concept of “Outlier” in Human Ancestry (III): Late Neolithic samples
from the Baltic region and origins of the Corded Ware culture"

Beweist die nachfolgende Quelle:

Genetic prehistory of the Baltic Sea region and Y-DNA: Corded Ware and R1a-Z645, Bronze Age and N1c

Die im Baltikum R1a-Z645 feststellte Gruppe ist ebenso in Deutschland feststellbar, dazu Z283, Z282, Z280 also die "Superväter" des größten Teil der Westslawen und Teile der Russen. Die fehlen im Baltikum, in Deutschland (Espenstedt, Quedlinburg) sind sie dagegen alle da. Es belegt also nur das die Schnurkeramik nicht aus der Yamnaya-Kultur stammt, sondern das R1a-Z645 durch Kontakte mit N1 nördlich der Ukraine entstand über spätneolithische Kontakte Einwanderer nach Mitteleuropa die vermutlich vom oberen Wolga/Dniepr Gebiet über Belarus oder Karelien, dann über das Baltikum entlang der Ostseeküste bis nach Norddeutschland zogen und sich hier aufsplitteten in eine nordische, östliche und südliche Gruppe die mit der Ausbreitung der Schnurkeramik korrelieren. Das sie sich im Baltikum aufsplittet ist unwahrscheinlich, denn dann müssten diese vom Ural stammenden Einwanderer ein Meer überwinden oder über Karelien, Finnland und Aland nach Schweden gelangt sein. Der Weg über Jütland liegt aber durch die Präsenz von R1a-Z284 in Jütland näher. Eine Aufsplittung in Deutschland ist wahrscheinlicher durch die Anwesenheit der LBK-Genetik und die Anwesenheit der Glockenbecher sowie die Anwesenheit der megalithischen Jäger und Sammler aus dem Westen.

Das Festhalten an einer Slawisch-Baltischen Ursprache, die nirgends vor dem 8. Jhd. belegt ist (eine slawische oder baltische Sprache ist auch bei den Sclavene/Sklavini nicht belegt), zeugt geradezu von der Ignoranz mit der hier reale Tatsachen ignoriert werden.
Insbesondere mit Hinblick auf den intensiven Handel und Kulturaustausch zwischen Mitteldeutschland und Polen/Tschechien und dem Baltikum (erweiterbar mit dem südöstliche Dänemark und Südschweden) der weit vor der ersten Erwähnung von Völkern in Mitteleuropa zurück reicht. Der Bernsteinhandel scheint sich in der späten Trichterbecherkultur entwickelt zu haben.

Das natürlich auch bei den "gewanderten" Stämmen eine Zunahme südeuropäischer oder gar awarischer Genetik zu erwarten ist, sollte eigentlich auf der Hand liegen. Ebenso steigt ja auch im römischen Italien die Zahl nordeuropäischer Migranten. Sind das nun keine Römer mehr?
Interessant ist jedoch die Aussage das es eine nordmitteleuropäische Kerngruppe bei den Langobarden gibt. Vermutlich ist das bei allen Stämmen so nachweisbar, also auch bei keltischen Stämmen bei denen mit wachsender Nähe zu den frühen Kolonien sicher auch die Vielfalt zunimmt.
Dem Argument der Vielfalt steht also eine Kerngruppe gegenüber, was dem Bild einer Zelle entspricht sodaß der jeweilige Stamm eine Zelle bildet.

Zur letzten Absurdität: "Haplogroup is not language, but R1b-L23 expansion was associated with Proto-Indo-Europeans"
Also Haplogruppen sind keine Sprachen, es sei denn es sind R1b-L23, das sind komischerweise Proto-Indoeuropäer. Also R1b-L23 ist eine Sprachgruppe, alle anderen Haplogruppen sind keine. Sehr logisch. Insbesondere da ja nichts über ihre Sprache bekannt ist.

So, for example, in the Indo-European demic diffusion model, phylogeography (and more specifically, the association of R1b-M269 subclades) is used to ascertain the migration of Middle and Late Indo-European speakers from the steppe.

Auch hier wird die Einwanderung einer Sprache unterstellt ohne die Möglichkeit in Betracht zu ziehen das sie in Mitteleuropa entstanden sein könnte.

Dieser ganze Glaube an eine eingewanderte Sprache beruht auf Publikationen die damit begannen das die matriachalische Gesellschaft Europas von Patriachalischen Steppenreitern überrannt worden sei, die nun ihre Sprache und Lebensart durchgesetzt hätten. Das sie also mit einer Indoeuropäischen Sprache ankamen. Es gibt jedoch nicht einen Beweis. Im Gegenteil mehrere Kulturen halten an alteuropäischen Traditionen fest. Es kommt sogar zu einer Renaissance alter Traditionen (z.b. der Megalithik oder der Kreisgrabenanlagen) unter den Glockenbechern und Schnurkeramikern und ihren Nachfolgern.

Wie falsch dieser Glaube ist, belegt die protokeltische und indogermanische Rekonstruktion des irischen Gottes "Dagda". Das dieser als Wettergott Dagon oder Dogon durch Kolonien der Seevölker, also der Phönizier bzw. Griechen eingewandert ist, ist sehr viel wahrscheinlicher als die linguistische Rekonstruktion eines urkeltischen Dagda.
" *Dhago-dēwos stellt die proto-keltische Form dar, die mit dem protokeltischen Lexem *dago-s „gut“ spielt."
Source: Prof. Miranda Aldhouse, british Professor of Archaeology and member of the faculty at the University of Wales, Newport: The Celtic Myths. A Guide to the Ancient Gods and Legends. Thames & Hudson 1992.
Dies ist völliger Unsinn. Das ist KELTOMANIE, Diese Interpretation ist falsch !

Das selbe zeigt sich bei Lugh und weiteren Götternamen, auch und insbesondere slawischen oder baltischen Göttern und Hydronomien, die problemlos an Götter und Mythen der Griechen und Römer, Wikinger und Germanen wie auch anderer Zuwanderer anzubinden sind. So z.b. Dažbog, die slawische Variante von Dagon.
Aber auch Bryn-, Reka-, Radegast oder Rugievit oder Bieleboh und Czorneboh die dem Beelzebub (Beelzebul) der Bibel entsprangen und dem man ein Zornebub (germ.) hinzu fügte.

Zahlreiche Götter von denen man behauptet sie wären indogermanisch sind in Wahrheit eingewandert, ob nun Tyr oder Cerunnos oder Siva und besonders der angeblich indoeuropäische *Dyeus ph2tēr (Himmelsvater). Das diese Namen lokale Variationen sind und lokale Funktion bekamen, ändert nichts an deren Entlehnung oder deren Ursprung.
Es zeigt aber die Fehler der linguistischen Rekonstruktionen.

cquiles
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Re: Kritik an der IE Weltsicht

Post by cquiles » Sat Jul 21, 2018 8:55 am

Nur ganz kurz: was ich damit meine, dass R1b-L23 mit der Ausdehnung der Indogermanen assoziiert war, ist (wie ich schon geschrieben habe) eine allgemeine Identifizierung der Urindogermanen (i.e. Chwalynsk - Jamna) genau mit der Ausdehnung dieser (älteren) Unterkladen, nicht mit der heutigen. Das ist mehrmals passiert in der Geschichte, wir haben die Bauer im Steinzeit, die Indoiraner, die Mongolen, die Han, die Araber... Also die Indogermanen sind keine Ausnahme bei ausdehnenden patrilinearen Gesellschaften.

Vor der genetischen Studien (alte DNA) haben wir behauptet, die Indogermanen wären mit R1a ausgebreitet, wegen der heutigen Ausdehnung dieser Haplogruppe; trotzdem zeigen jetzt die ältere DNA Proben auf Haplogruppe R1b-L23. Für uns (und die Wiederbelebung des Nordwest-Idgs.) ist es viel besser das wir solche Beweise haben, das die Nordwest-Indogermanische Sprache von einer wirklichen Gemeinschaft in Ungarn (Jamna - Glockenbecherkultur) gesprochen war, und nicht nur ein theoretisches Konzept.

Es hat nichts zu tun mit der heutigen Ausdehnung dieser Unterkladen, oder mit ihren heutigen 'Nachkommen' oder heutigen Ländern.

Ich hoffe mindestens das ist klar.
Carlos Quiles - Academia Prisca

Zulu
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Re: Kritik an der IE Weltsicht

Post by Zulu » Sat Jul 21, 2018 1:00 pm

"dass R1b-L23 mit der Ausdehnung der Indogermanen assoziiert war, eine allgemeine Identifizierung der Urindogermanen"

Das unterstellt bereits das sie eine Indogermanische Sprache gesprochen haben, weil das allgemein so dargestellt wird,
aber warum sollten sie das tun? War ihre alte Sprache nicht mehr gut genug? Was ist denn das für ein Beweis?
Gar keiner.

Und genau das ist meine Kritik. Ihr interpretiert oberflächlich

Und wo waren die Uralischen Stämme? Dazu kommt das es noch nicht einmal rudimentäre topologische Namensreste gibt unzwar weder in Westasien noch in Osten des Urals. Alle rudimentären Hydronyme deuten auf die Uralischen Stämme.

Auch die Datierung der Yamnaya Kultur wird häufig viel zu hoch geschätzt und daher vor der Kugelamphorenkultur bzw. der Schnurkeramik angesetzt, dabei laufen beide Kulturen parallel, wie man es bei einer Aufsplittung der Genetik erwarten würde.
Dazu kommt das die Kugelamphorenkultur überhaupt noch keinen Einfluss von Yamnaya-Genen hat, die ist noch alteuropäisch.

Und warum ehren die Glockenbecher Traditionen des Alten Europas ? Als Kulturverbreiter gäbe es dafür keinen Anlass. Den gibt es nur wenn man sich legalisieren muss.


Das die "Nordwest-Indogermanische Sprache von einer wirklichen Gemeinschaft in Ungarn (Jamna - Glockenbecherkultur) gesprochen war", also dafür gibt es leider auch keine Beweise. Auch hier wird wieder etwas hinein interpretiert.



Die Tradition dieser glockenförmigen Becher stammt doch aus dem Westen, genau wie die Megalithik.
Wieso sollten die erst bis Ungarn oder gar der Ukraine latschen? Richtig ist, das Iberien genau in dieser Zeit Kontakt nach Mitteleuropa hat, speziell in das Jura. Und hier übernehmen die R1b-Einwanderer diese Tradition der Glockenbecher und andere wie z.b. das Bauen auf Pfählen entlang von Seen oder die Nachbestattungen in neolithische Gräber. Hier werden sie von Einwanderern zu Europäern. Hier beginnt ihre massive europaweite Verbreitung.

Die Yamnaya Kultur ist bereits am Ende und deren Nachfolgekulturen dehnen sich nach Asien aus. Für die nächsten 1000 Jahre ist in Asien keinerlei IE-Sprache nachweisbar.


Hier noch mal eine Folge der Ereignisse (ueberarbeitet) unzwar ausgehend von
"BRONZEZEITLICHEN ZWEIGEN" also nicht von der heutigen Verbreitung ausgehend.
Die Verbreitung der yDNA ist dabei nur ein Indiz. Die Verbreitung von Handelsgut, von Innovationen und die Wiederbelebung uralter Traditionen sowie das auftauchen neuer Traditionen, das zwingt zu einer neuen Sprache und das kann auf keinen Fall eine so weit östliche Sprachentwicklung begründen, wobei die Sprache Ungarns sicher auch nicht soweit von Mitteleuropa entfernt war, schliesslich kamen ja die letzten Einwanderer (Bauern) auch über Ungarn.

Doch so richtig zwingend wird das alles an der oberen Donau, hier gibt es alles was eine neue Sprache braucht, Innovationen, Gegensätze, Traditionen, und haufenweise genetische Aufsplittung unzwar über alle in Europa anwesenden Stämme, nicht nur R1a und R1b.

Pre-IE
----------------------------
Uralic Wolga Region
Samara Region
Ukraine Region
R1a1a - M217
R1a1a1-L664
-> Splits in Russia/Ural-Wolga-Dniepr-Ukraine Region (Uralian Speakers/Skythes)
R1a1a1-Z645 European Split in Yamnaya Culture
-> R1a1a1b2 Z93 (Uralian Speakers/Skythes)

Splits in Dacia and Hungary (later romanised)
R1b1a1b R1b-M269
R1b1a1b1 R1b-L23
R1b1a1b1a R1b-L51

------------ uralic migrants in middle europe
R1a1a1b Z645 (Balticum)
R1a1a1b Z645 now by Wisla, Oder and Elbe Rivers (Friedersdorf)
TRB Expansion to southeast -> Globular Amphore Expansion

------------ Proto-IE ( late Neolithic/Early Bronze)-------------
Remix of uralic migrants in middle europe with local peoples created new mutation
R1a1a1b1 Z283 (Quedlinburg, Eilenburg, Bernburg, Elbe-Saale Region)
R1a1a1b1a Z282 (Quedlinburg, Eilenburg, Bernburg, Elbe-Saale Region)
->R1a1a1b1a1a M458 (Bernburg, Bohemian, Morava Region)
->->R1a1a1b1a1a1a L260 (now Slavic) -> Corded Ware
->->->R1a1a1b1a1a1c1 L1029 (now Slavic) -> Corded Ware
->R1a1a1b1a2 Z280 (now Slavic) -> Corded Ware
->R1a1a1b1a3a Z284 (now nordic) -> Corded Ware

------------ IE (Early Bronze/middle Bronze)-------------
Bellbeaker from lower Danube now by middle and upper Danube River
Remix middle european Bellbeaker with Corded Ware Cultures
Bellbeaker Settlements by upper Danube, Austria, Bavaria, Swiss, Rhone Valley, France
R1b-P310/P311
(different Bohemian and Germanic Splits westly of Waag)
-> R1b-U106 (Bavarian Split)
Expansion of late Bellbeaker along the Rhine
Bellbeaker by Kreisgrabenanlagen in Pömmelte

Etablishing Bellbeaker Time in Middle Europe
-------------------- IE Time/ Late Bronze ------------------------
Great Trading in Europe
U106-Expansion Middle Germany -> Nebra Skydisk buried ca. 1600 BC
Fürstensitze in Dieskau, Leubingen, Bornhöck, Leki Male (2000-1500 BC, Aunjetitzer Culture)
Expansion of late Bellbeaker to UK (End of Stonehenge ca. 1600 BC)
Expansion of late Bellbeaker to Norge -> Western Scandinavians (Black Forest Girl in Danemark ca. 1450 BC)
Amber now in Qatna, Levante and by Tutanchamun (1450-1323 BC)
U106-Expansion NorthGermany ->Tollense Battle in Northeast Germany ca. 1250 BC (nordic World War)
Knubbleware in South-East Europe connect with Hittitic Empire, Troja and Mycenian culture
Beginn of Urnfield Culture/Hallstatt Culture
Zanggers Anatolian Word War Zero (Troja 1192 BC) -> Seapeople Colonisation (Phonike and Greeks)
Knubbleware in middle Europa (East germany, Poland, CSR, Area of Lausitzer culture)
Orientalisation in Europe ->Etablished Hallstatt Culture

R1b1a1b1a2-P312 (Celtic and Italian Split)
Etruscian/Raethian/Noriker Settlement ca. 1450-1000 BC (Padua, Venetican Beach, Po Delta, Etruskian Helmet Typ in Pass Lug)
-> R1b1a1b1a2B-U151 Italian -> Magna Gracia -> Massilia Settlement/Narbonensis -> Latino-Celtic
-> R1b1a1b1a2a-DF27-> "Atlantis" in Portugal (Phonike in Huelva/Tartessos)

Roms Pyrrhus-Sieg (Epirus, 279 BC)
barbarian Attis and Kybele Cult with Galli Priest in Rome (ca. 250 BC)
2 years before "battle agaist gallais and germanais" in northwest Italy (after Octavian´s Fasti 220 BC)
Hannibals World War against Rome and Roms Sieg 218 BC, 80.000 Soldier from Iberia with Hannibal in Alpine Region/north Italy
Sieg Trabia
Noriker-Celtisation of Southeastern Germanic Tribes (Macromannes, Quades and others) -> First germanic Runes ca 200 BC

Expansion of Celts along the Rhine -> Belger Group, first celtic groups in England
Expansion of Celto-Germans to Norge -> Western Scandinavians
Expansion of Celto-Germans to UK (Belger->Wales)
Ariovist married noriker woman and 4 Tribes settled in Elsass Region (Noriker->Nemeter)
Roms Gallic War by Caesar ca. 54 BC , Belger flee to England (Arebates->Atrebates, Nemeter, Nemed and others)
Roms Dacian War
Roms Pannonian War (Illyrian Rebellion 6 AD)
Roms Germanian Desaster (9 AD Varus Battle)
Roms Gothian Desaster 251-375 (Kniva, Decius, Ostrogotha, Ermanarich)
Hunnen in Europe, 375- 454 AD
Western Gothes in Rome and France 410
Arbogast, Stilicho control of Roman Empire
Aspar, Aëtius, Ricimer Control of Rome 450-472 (Arthur saga)
Burgunder Time (Gunther and Wallia of Nibelunge Saga)
Vandales in Rome (Geiserich) and North-Africa, Control of Sizilia
Fall of Westrom 475
Thor-inger Expansion, Odoaker Fall 476-493
Theoderich in Rome 493 (Raven-Battle, source of Raven Symbolic by Vikings)
Vandales Fall, 533/34
Justinian´s Reconquista Dekret, formal End of Westrome,
Totilas "Sclaveni Decret" around 548-552 AD
Justinian Pest in Byzanz 541-544
Justinian Pest in Italy, Fall of Totila and East Gothes 552 AD
Last chronist of Justinian - Prokopius "Historien"-> Etablish "Sclaveni" for Totilas Sclaves Army.
Last comment of Jordanes, -> Source Prokopius "Sclaveni" (Belisars consiliarius or assessor 540 oder 542)
Byzantine Empire spoke now in Greek
Invasion of Avars 555 ?
Pest by Gepides, Gepides Fall 567 AD
Dead of all Chronists (Jordanes †552, Prokopius †562 and others) , Dead of Justinian 565 AD
-> New Generation of Chronists with source from Prokopius "Historien".
All unknown Peoples are now "Sclaveni" -> Begin of Slavic Timeline - great Sclaveni invasion 570
Great Avar Expansion 570
Frankenwar (Sigibert I., König (567–575) Husband of gothic princess Brunichild, against Baian, Avar King),
noble Avar Girl with conehead found in Bavaria, Isotopenanalyse say she come from Syrmium (Avar Occupation).
Bryn- Saga/Kunigunde/Brunhild-Sagas, Nibelungen Saga Complex
Dagoberts war against Samos Kingdom 623/624
-------- End of Merovinger Time ----------

Frankish King Karl etablish "Sclavos" for germans outside of Frankish Empire
Karl etablish christian sclavos Duxes under frankish control/roman frankish Church.
780 Witzan, 804 Višeslav, Ljudevit Posavski, Borna and Vladislav (Knes, a Slavic creation of knight)
Frankish Style in baltic sea region in Scandinavia, Pommern, Gnesen and Balticum 823-900 AD
Late Avar/Slavs in North Carpathian and Slovakian Region etablished connect to Wisla River 823-900 AD
Greek priest makes a offer to Papst to cut frankish influence
he etablish a slavic church language
Protest of Franconian Church, "bavarian Geograph" etablish different Tribes by Burgwall / Civitas ca, 865 AD
Duces very happy to cut the frankish control and her spy priest.
Ludwig II. der Deutsche († 28. August 876) etablied the name "HLVDOVVICVS PIVS" for his father.

Slavic duces order slavic language as new Land Language and fill the rudimental church slavic language with middleage Germanic and church latin. Slavic language is now etablished ca. 900 AD and Piast is a legend grounder of poland.
Creation of slavic legend from Piast (Kołodziej, a regent around †870 based of the
contract of Meerssen (870) "Polemniacum" - false reinterpreted as Polenia and coins of Ludwig IV. with "HLVDOVVICVS PIVS"
http://www.dmgh.de/de/fs1/object/displa ... 00230.html
coin of Ludwig IV. (899-911), Straßburg, HLVDOVVICVS PIVS. - ARGENTI/NA CVIIAS (Civitas)
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worin er zwar die richtigen Kernregionen findet, aber sie grundsätzlich einschliesslich der HL-Schreibung (siehe Hludovicus) slawisch interpretiert. Auch er kommt zu der Meinung das die Indoeuropäische Sprache zwingend in Europa entstanden sein, aber statt die
Mitte zwischen der Keltischen und Germanischen Sprache zu nutzen, verlegt er die Existenz von Balten und Slawen in die Bronzezeit, obwohl sie weder kulturell noch sprachlich irgendwie zu erfassen wären, wie die nachfolgende Verteilung der Metalle auch zeigt

und

The Provenance, Use, and Circulation of Metals in the European Bronze Age: The State of Debate, 2018 by
Miljana Radivojević at all
zeigt den europaweiten Metall-Handel, der auch durch die Verbreitung von Schildhorn, Obsidian, jütländischen Flintstein, Bernstein, bestimmte Keramikformen belegt ist. Noch interessanter sind aber die Transferrouten zu den Völkern der Levante und Anatoliens.

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