About the genesis of the Late PIE thematic conjugation from Early PIE medial forms

The appropriate place to share useful online or printed resources about every aspect of Indo-European studies and proto-language reconstructions, including your own works and websites regarding (Proto-)Indo-European language, dialects, society, culture, etc..
Post Reply
cquiles
Posts: 247
Joined: Wed May 17, 2006 10:31 am
Contact:

About the genesis of the Late PIE thematic conjugation from Early PIE medial forms

Post by cquiles » Thu Mar 15, 2018 4:59 pm

Zur Genese der späturidg. thematischen Konjugation aus frühuridg. Medialformen, Roland Pooth, Indogermanische Forschungen (2004) 109, 31-60.

Introduction:
Mit der vorliegenden Arbeit möchte ich einen Vorschlag zurMoti-vierung der Genese der späturidg. thematischen Flexion aus frühuridg.Medialformen à la Watkins (1969) machen und zur Diskussion stellen. Es wird die Hypothese aufgestellt, dass zu einem bestimmten Zeit-punkt innerhalb des frühen Uridg. oder „Frühuridg.“ eine syntak-tische Reanalyse ein ursprüngliches aktiv-inaktivisches Kasus- undKongruenzsystem, d.h. ein sogenanntes „Split-S-System“ (cf. Dixon1994: 70ff.) in ein nominativ-akkusativisches verändert hat und dassaus ehemaligen Medialformen à la Watkins (1969) entstandene neuethematische Aktivformen und à la Kuryłowicz (1964) entstandeneneue „aktive“ Perfektformen sowie ein neuer Fall für das direkteObjekt (DO), der Akkusativ (Akk.) auf *-m „Nebenprodukte“ oder„Beiprodukte“ dieser syntaktischen Reanalyse waren. Formelhaftlässt sich die Entwicklung wie folgt darstellen: ein frühuridg. Satzmit einem ursprünglichen nullmarkierten Topik odereinem Agens/Aktiv-Fall und einer Zielkasus-Obliquus Erweiterung(Ziel, Obl.) auf *-m und einer Medial- oder Inaktivform (Med., Inakt.)auf *-o(/e)(-i)wird reanalysiert als Satz mit transitivem Subjekt (A) imneuen Nomi-nativ (Nom.), neuem direkten Objekt im Akkusativ auf *-m undneuer thematischer Aktivform (Akt.) oder neuer aktiver *-h2e-Konjugationsform. Um diese Hypothese allmählich aufzubauen,besteht dieArbeit aus mehreren „Puzzleteilen“, die in den letzten Abschnittenschließlich zu einem größeren Ganzen zusammengestellt werden. Wiebei einem wirklichen Puzzle scheinen die einzelnen Teile zunächstnoch nichts miteinander zu tun zu haben. Im Verlaufe der Arbeit wird jedoch immer klarer, wie alles zusammenhängt.
Read more...
Carlos Quiles - Academia Prisca

Post Reply